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Schlaganfall

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aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als Schlaganfall (auch Zerebraler Insult, apoplektischer Insult oder Gehirnschlag, in der medizinischen Umgangssprache häufig verkürzend auch Apoplex oder Insult), wird eine plötzlich oder innerhalb kurzer Zeit auftretende Erkrankung des Gehirns bezeichnet, die zu einem anhaltenden Ausfall von Funktionen des Zentralen Nervensystems führt und durch kritische Störungen der Blutversorgung des Gehirns verursacht wird.

 


 

Begriffe

Die Terminologie des Schlaganfalls wird nicht einheitlich benutzt. Gleichbedeutend zum Begriff Schlaganfall sind auch die angloamerikanischen Termini Stroke und Cerebrovascular accident (CVA). Diese Bezeichnungen werden häufig als Oberbegriff für unterschiedliche neurologische Krankheitsbilder benutzt, deren wichtigste Gemeinsamkeit plötzliche Symptome nach einer auf das Gehirn begrenzten Durchblutungsstörung sind, wobei der Funktionsverlust definitionsgemäß nicht auf primäre Störungen der Erregbarkeit von Nervenzellen zurückzuführen sein darf (konvulsive Störung, siehe Epilepsie).

 


 

Schlaganfallformen - Minderdurchblutung oder Blutung

Grob unterscheiden lassen sich die plötzlich auftretende Minderdurchblutung (Ischämie) und die akute Blutung. Die Unterscheidung zwischen Minderdurchblutung und Blutung ist erst durch bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) sicher möglich. Die Verdachtsdiagnose einer Subarachnoidalblutung kann auch durch Nachweis von Blutbestandteilen im Nervenwasser bei der Lumbalpunktion bestätigt werden. Kürzer als 24 Stunden andauernde Minderdurchblutungen ohne sichtbare Folgen werden als Transitorische ischämische Attacke (TIA) bezeichnet. Der Begriff (Prolongiertes) reversibles ischämisches neurologisches Defizit (RIND/PRIND) für länger als 24 Stunden, aber kürzer als drei Wochen anhaltende Befunde soll nach den aktuellen Leitlinien nicht mehr angewendet werden.

 


 

Jährliche Häufigkeiten in Deutschland:

  • durch Minderdurchblutung primär ischämischer Hirninfarkte (Inzidenz) 137 Ereignisse/100.000 Einwohner,

  • Hirnblutungen (24/100.000),

  • Einblutungen in den das Gehirn umgebenden Liquorraum, sogenannte (Subarachnoidalblutungen (6/100.000), und

  • Schlaganfälle ungeklärter Ursache (8/100.000).

  • Auch bei primär ischämischen Infarkten kann es zu sekundären Blutungen im Infarktgebiet (hämorrhagische Infarzierung) kommen.

 


 

Symptome

Als Zeichen eines Schlaganfalles können verschiedene Symptome auftreten:

  • Plötzliche Lähmung oder Schwäche im Gesicht, Arm oder Bein, insbesondere auf einer Körperhälfte.

  • Plötzliche Verwirrung, Sprach- oder Verständnisstörung.

  • Plötzliche Sehstörung auf einem oder beiden Augen

  • Plötzliche Gangstörung, Schwindel, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung.

  • Plötzliche starke Kopfschmerzen ohne bekannte Ursache.

 


 

Therapie:

Erste Hilfe

Patienten mit einem Schlaganfall (oder dem Verdacht auf selbigen) sollten ohne zeitliche Verzögerung ärztlicher Behandlung zugeführt werden, denn in einer Vielzahl von Fällen gilt es, mittels intravenöser Gabe von speziellen Medikamenten (Thrombolyse) ein eventuell vorhandenes Blutgerinnsel aufzulösen und das Gehirn vor einem dauerhaften Schaden zu bewahren.Primär gilt es in der Ersten Hilfe, nach dem unverzüglichen Absetzen eines Notrufs den Patienten weiterhin zu betreuen, mit erhöhtem Oberkörper zu lagern und fortlaufend das Bewusstsein zu kontrollieren. Keine körperliche Belastung. Krankentransport in eine Stroke Unit (Neurologische Abteilung einer Klinik) zur genauen Diagnostik.

Rehabilitation

Patienten mit einem Schlaganfall erhalten Rehabilitationsmaßnahmen zur möglichst weitgehenden Wiedererlangung der verlorenen Fähigkeiten. So werden beispielsweise zur Wiederherstellung der Gehfähigkeit mit Therapeuten Gangmuster eingeübt.
Die Bedeutung einer gezielten Logopädie bereits in der Frühphase und über einen langen Zeitraum wird häufig unterschätzt und nur laienhaft angegangen.

 

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